Jeffrey Schmidt beim ADAC GT Masters in Österreich doppelt vom Pech verfolgt

Das dritte Rennwochenende im ADAC GT Masters führte Jeffrey Schmidt nach Österreich an den Red Bull Ring. Als zweitschnellster Audi-Fahrer im Feld der ‚Liga der Supersportwagen‘ konnte der Schweizer im Qualifying für den ersten Lauf ein Ausrufezeichen setzen. Im ersten Rennen lief es für den Montaplast by Land Motorsport-Pilot und seinen Teamkollegen Christopher Haase jedoch nicht nach Plan. Nach einer starken Anfangsphase warf ein Reifenschaden das Duo weit zurück, wodurch ein weiteres Punkteresultat verwehrt blieb. Am Sonntag ereilte die Beiden im zweiten Lauf dasselbe Schicksal. Beim nächsten Rennen vom 21. bis 23. Juli will Schmidt an seine bisherigen Erfolge auf der Dünen-Achterbahn von Zandvoort anknüpfen und zurück in die Erfolgsspur finden.

In deinem Qualifying bist du auf Rang elf gefahren. War das das Maximum auf dem Red Bull Ring?
Absolut! Ich war zweitbester Audi des gesamten Feldes. Auf dieser Strecke mit den vielen Geraden sind andere Hersteller einfach klar im Vorteil. Natürlich ist mein eigener Anspruch höher. Als zweiter von insgesamt zehn Audis im gesamten Feld kann ich mit diesem Ergebnis aber zufrieden sein – zumal mir auf den besten Audi lediglich fünf Tausendstelsekunden gefehlt haben.

Im Rennen hat euch das Glück allerdings verlassen…
Ja, total ärgerlich. Ich hatte einen super Start und habe in den ersten beiden Runden schon vier Autos überholt. Durch den Dreher eines anderen Autos war allerdings viel Kies auf der Strecke. Ich muss mir einen kleinen, spitzen Stein in den rechten Hinterreifen gefahren haben. Der Druck wurde konstant weniger. Auf der Bremse ist das Auto hinten weggeknickt, vorne ging es hoch. Es hat sich wie ein Dreirad angefühlt. Wir wollten natürlich noch irgendwie durchhalten, bis das Boxenstoppfenster aufgeht – das hat leider nicht geklappt. Damit haben wir ohnehin schon viel Zeit verloren, später kam noch eine Durchfahrtsstrafe für eine Berührung meines Teamkollegen dazu. Zu diesem Zeitpunkt waren wir aber ohnehin schon außerhalb der Punkte durch den zusätzlichen Stopp. Wirklich schade, denn Rang sieben wäre drin gewesen.

Leider hat es der Renngott auch im zweiten Lauf nicht gut mit euch gemeint…
Dadurch wurde es wirklich zu einem enttäuschenden Wochenende. Wir hatten so viel investiert mit den drei Testtagen und alles gegeben. Das Team hat einen super Job gemacht und dann passierte in der dritten Runde schon wieder ein Reifenschaden. Ich hatte in den letzten vier Jahren keinen einzigen Reifenschaden und jetzt innerhalb von zwei Tagen gleich zwei. Das ist schon sehr frustrierend, zumal es außer uns nur noch ein anderes Auto erwischt hat. Damit war das zweite Rennen auch gelaufen, denn wir hatten nach dem frühen Reifenwechsel keine Chance mehr auf Punkte.

Das nächste Rennen im ADAC GT Masters findet in knapp sechs Wochen in Zandvoort statt. Was erwartest du von der Strecke?
Dort habe ich im vergangenen Jahr zwei Pole Positions im Porsche Carrera Cup geholt und habe daher gute Erinnerungen. Die Strecke sollte dem Audi besser liegen und dazu ist sie einfach cool und anspruchsvoll. Mir gefällt es, wenn es hoch- und runtergeht, eine Berg und Talfahrt wie durch die Schweizer Berglandschaft . Der einzige Nachteil in Zandvoort ist, dass Überholen sehr schwierig ist. Der Kurs gehört zu den ältesten Strecken im Kalender und ist dadurch sehr schmal, fast etwas zu schmal für die mittlerweile sehr breiten und wuchtigen GT3 Autos, umso wichtigier wird das Qualifying sein – ich freue mich auf den Event!

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